"Ich habe gesehen, daß es kein erwachen gibt,

weil es auch kein schlafen gibt.

Das ist alles nur beschäftigungstherapie

aus angst vor der großen langeweile."

Tobias Torkelin, 22.3.2015 (Email an die LDL)


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Kommentare: 1
  • #1

    Tom de Toys (Montag, 27 April 2015 20:18)

    vielen dank für die wohlwollende rezension! kein germanist hätte sich das so getraut, pier! :-) witzigerweise leiden beide szenen, die lyrikszene UND die spiriszene, anscheinend am selben knoten im kopf. beide hantieren mit zwanghaften dogmen über "die wahrheit" herum - die schreibende zunft verschleiert das mithilfe ihres subtilen metaphernwahns, und die meditierende zunft mithilfe des ewigen egowahns. beide sind in symbolismen gefangen. beide bleiben im indirekt-abstrakten. könnte sich der verkopfte lyriker von den metaphern befreien und der verkopfte spiri das ego als illusion durchschauen, kämen beide ins absolut-konkrete, wo das mystische SPÜREN der wirklichkeit beginnt. aber dann wären sie weder lyriker noch esoteriker sondern mystiker. und wer sich zur mystik bekennt, macht sich heutzutage noch immer irgendwie lächerlich, denn der zeitgeist ist ziemlich antimystisch, trotz des ganzen spirituellen wellnessbooms. echte mystik lässt sich nicht "konsumieren" - sie passiert einfach "von innen" und macht einen wach für das ganze! wenn meine gedichte diese "transreligiöse" (religionsfreie) wahrnehmung eine spur weit vermitteln könnten, wäre ich schon glücklich, als dichter :-)