"Strenggenommen gibt es keine Zen-Meister, weil Zen nichts zu lehren hat. Seit Urzeiten haben diejenigen, die Zen erfahren haben, Möchtegern-Schüler von sich gewiesen, nicht nur, um deren Aufrichtigkeit auf die Probe zu stellen, sondern um eine offene Warnung auszusprechen, daß die Erfahrung des Erwachens (satori) nicht durch Suchen gefunden werden kann und in keinem Fall etwas ist, das man sich aneignen oder kultivieren kann."

Alan Watts, Anmerkung zu BEAT-ZEN, SPIEßER-ZEN UND ZEN (1958)

 

 

ZEN

 

keine feste erde mehr

doch fehlt der raum mich aufzulösen

bin im körper angezogen

von der luft getragen

durch das licht ist es so weit

ich kann nicht stehen

kann nicht sitzen

muß mich finden hier

im spiegellosen

mensch aus tausend ländern

zwingt mich

meine haut zu retten

falle falle

laufe los

mein schicksal soll

sich heute ändern

werde mich

im winde betten

der fluß ist da

und leer

 

 

AUTOR: Tom de Toys, 12.12.1991
QUELLE: Autoren-Homepage
Die Rechtschreibung des Autors folgt eigenen Regeln.
 


2002 hatte die neue Satsang-Bewegung ihren Zenit bereits überschritten. Aus Satsang wurde allmählich Satire, aus Erleuchtung wurde Erschöpfung: das spirituelle Burn-out machte sich breit. Umso leichter wurde es, sich in einen Guru zu verwandeln und Geld mit dem NICHTS zu verdienen. Die LDL macht seit 2018 nur noch BEACH YOGA und empfängt Dich kostenlos ohne Scheinprobleme!

 

"Während ich mir Mühe gab, dem Blick standzuhalten, und immerzu in seine Pupillen starrte, beschlich mich das Gefühl, ins Leere zu sehen. Ja. Da war überhaupt nichts. Da war keine Persönlichkeit. Es war, als säße da eine Hülle, durch deren Einlässe ich direkt ins Vakuum blickte. Niemand. Kein Anhaltspunkt. Kein Widerstand."  Dietmar Bittrich & Christian Salvesen, DIE ERLEUCHTETEN KOMMEN (2002)