TRANSSPIRITUALITÄT als konzeptfreie Bewegung ohne Egos und deren Gurus - ein transspirituelles Experiment auf Facebook...

Chronik der jüngsten "transspirituellen" LDL-Artikel zur gedanklichen Einstimmung ins Thema

Die hier dokumentierten Artikel entstanden im Zeitraum von Januar bis April 2018 (Autoren: Paul Zellin & Pi Zett)

Was kommt NACH dem Projekt "Liga der Leeren", wenn nicht die Bewegung "von unten" seitens jener, die weder Gurus sind noch brauchen! Den ersten paar Freunden wurde nun die Rolle als REDAKTEURE zugeteilt, darunter natürlich auch Wolf Sugata Schneider, der ehemalige Herausgeber des Magazins CONNECTION SPIRIT, der nämlich den szenekritischen Begriff "Transspiritualität" als erster öffentlich (in seinem Blog) verwendete und dadurch die Idee zu einer neuen Bewegung OHNE Lehrer, OHNE Schüler, ohne elitären, arroganten, dogmatischen Spirimindfuck ins Leben rief. Das transspirituelle Lebensgefühl ist geprägt von einer nondualen Grundempfindung des Bewusstseins, ohne dass solche Personen das Bedürfnis hegen, sich als erleuchtet oder erwacht in den Vordergrund zu drängen. Andersherum spüren sie aber durchaus auch, dass sie mit einer Wahrnehmung beschenkt wurden, die ihnen ein Gefühl von Unendlichkeit, Leere, Nichtsein, Ichfreiheit erlaubt, das nicht jeder kennt, aber viele sich danach sehnen. Daher ist ihre Rolle als Vermittler (Redakteure) dieser kostbaren Bewusstseinshaltung oder BEWUSSTHEIT weder von falscher Bescheidenheit noch von egozentrischem Größenwahn geprägt. Sie, wir, wollen lediglich andere dazu ermuntern, sich das Leben nicht so fucking schwer zu machen, sondern auch einfach DIE SEITE ZU WECHSELN und im Grenzenlosen, Grundlosen, Ganzen zu landen! Landen? Schweben im Offenen ist angesagt! Lasst uns unseren Schwestern und Brüdern Kraft und Mut schenken, auf dass sie KEINEM GURU ihr Geld in den Rachen schieben! Traut Euch die Sache ganz nüchtern und dabei voll empathisch in die Wege zu leiten! WIR ALLE SIND DIE BEWEGUNG - GURU GO HOME...



Eine BEWEGUNG? Quatsch! Das ist nur ein Teekesselchen, um zu provozieren! Es gibt niemanden, der "zu etwas gehört". Hier sind keine Mitglieder von irgendeiner Bewegung! Der Begriff "urberuhigte Bewegung" beschreibt den VON INNEN GEFÜHLTEN ZUSTAND eines Individuums, das urberuhigt bewegt ist. Gurus sind selten in diesem transspirituellen Zustand angekommen, sondern vermarkten ihn als spirituelles Objekt der Zielvorstellung. Versuch einmal innezuhalten und zu verstehen, was die beiden Wörter einzeln UND dann in Kombination überhaupt bedeuten: "URBERUHIGT" leitet sich vom Substantiv Urruhe ab. Aber es ist ein Adjektiv, also eine Zustandsbeschreibung anstatt eines Objekts. Aber wie kannst Du ZUGLEICH "urberuhigt" UND "bewegt" sein? Ganz einfach: Dein Ego kann es nicht, denn das möchte gerne "die" Ruhe HABEN (oder sogar "die Ruhe weghaben"), um die "ewige Bewegung" (den sogenannten Wandel) zu ertragen. Erst aus dem Blickwinkel der Egolosigkeit wird der Wahrnehmung deutlich: es gibt WEDER Ruhe NOCH Bewegung. ALLES GESCHIEHT EINFACH NUR JETZT. DAS SEIN IST IMMER DA. Und schon hat Dein Verstand die "urberuhigte Bewegung" verstanden. Was sollte er auch anderes tun? Der Verstand ist zum Verstehen da. Und der Verstand beginnt jetzt natürlich zu toben; denn er behauptet: JEDER "ZUSTAND" IST STATISCH UND GLEICHT DAHER EINEM GEFÄNGNIS! Na klar, aber WER sitzt in diesem eingebildeten Gefängnis seines eigenen Konzeptes? Nur das Ego selber! Wenn es das EGO ist, das einen Zustand HAT, dann ist der Begriff "Zustand" wahrlich illusionär statisch. Aber nun versuch doch mal ganz praktisch, aus der simplen Formulierung "urberuhigt bewegt" etwas Statisches zu machen: die Egolosigkeit schmunzelt da nur, weil sie es gar nicht als statisch empfindet, sondern als Synonym für "Sein" oder "Flow". Aber das Ego empfindet es nicht nur als ultrastatisch, sondern sogar als brutal paradox, weil es sich Zustände wie RUHE und BEWEGUNG immer nur reingeistig als gegensätzliche Objekte von der Selbstwahrnehmung abgespalten vorstellt, die sich grundsätzlich widersprechen. Die Wörter selber sind frei wie ein leeres, weisses Blatt Papier, und je nachdem, ob sie durch die Brille eines Egos oder durch die konzeptfreie Egolosigkeit "interpretiert" werden, erhalten sie andere Bedeutungen. Die Wörter selber sind weder dualistisch noch nondual. Ihre Verwendung durch Egos/Gurus führt zwangsläufig zum spirituell-dogmatischen Hickhack, für das die INHALTLICHE BOTSCHAFT DES MANTRAS dann völlig unbeachtet bleibt, weil sich die Korinthenkacker der Spiriszene lieber an IHREN INDIVIDUELLEN INTERPRETATIONEN eines spezifischen Szenejargons aufgeilen anstatt sich nur einfach einmal wirklich meditativ in einen INHALT zu versenken, um ihn EGOLOS NONDUAL zu erspüren. Gespürt wird in der Spiriszene letztlich herzlich wenig, es finden immer nur intellektuelle Schlammschlachten statt. Das ist der eigentliche große Spiriskandal: die totale Tabuisierung und Degradierung der eigenen Körperlichkeit/Sinnlichkeit zugunsten einer hochsublimierten Verdrängung des direkten, absoluten Empfindens in eine geistige Abstraktion/Projektion, weil das Ego den eigenen Körper und die eigenen Sinne auf seinen traumatischen Tunnelblick reduziert. Spaltspiris "trauen ihren eigenen Sinnen nicht", weil ihr Blickfeld so eingeschränkt ist, dass sie die Unendlichkeit des Seins nicht sehen und nicht spüren können. Stattdessen "glauben" sie an das gedachte OBJEKT "Unendlichkeit" und streiten sich darum, wie unendlich die Unendlichkeit denn nun "wirklich" sei...


Aus aktuellem Anlass ein nochmaliger Hinweis auf die Wichtigkeit von Begriffsklärungen: das Wort "TRANSPERSONALITÄT" wurde durch das Spätwerk von Abraham Maslow (sein Buch "Die Psychologie des Seins") ins Leben gerufen und bezieht sich ursprünglich auf sogenannte "peak experiences" (heutzutage spricht die Szene gerne von "Bliss"-Momenten), in denen der Mensch aus seiner personalen, persönlich-individuellen Ego-Ebene in eine spirituelle Dimension entführt wird, die er als "göttlich" und "essenziell" empfindet. Das ist ein dualistischer Ansatz, der dazu führte, dass die gesamte daraus entstandene Schule der "Transpersonalen Psychologie" bei klassischen Psychiatern, die sich am ICD11 orientieren, unter religiös-psychotischem Generalverdacht steht. Dualistische Systeme entziehen sich automatisch der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit, da sie persönliche Erfahrungen zu metaphysisch-esoterischen Pauschalisierungen überhöhen. Das Ego interpretiert Bliss als das, was dem Ego aus seinem individuellen Prozess heraus am "logischsten" (naheliegendsten) erscheint: beim einen heisst "das" Transpersonale dann Gott, beim anderen Leere oder Quelle. Das Ego spaltet seine selbsttranszendierende Erfahrung gerne als eigene Ebene ab, anstatt sich selber darin aufzulösen und das zu bemerken, worauf der Begriff der "TRANSSPIRITUALITÄT" anspielt: dass es KEINEN spirituellen Extrabereich benötigt, dem das Ego glauben und huldigen möchte, sondern es sich nur um Projektionen des Egos handelt, das Angst hat, OHNE Gott, OHNE Quelle, OHNE Essenz zu leben. Denn das Ego interpretiert diesen Mangel sofort als deprimierende Sinnlosigkeit des ganzen Seins und sehnt sich nach einem höheren Sinn. Im transspirituellen (nondualen) Zustand anzukommen, bedeutet ganz schlicht und banal, kein suchendes Ego mehr zu haben, das sich an ein spirituelles Glaubenssystem klammert, sondern sich frei von solch einer Ego-Instanz selber als das ganze unendliche, leere Sein zu spüren! Gurus würden das gerne als ihr persönliches Privileg deklarieren und frustrierte Schüler werden leicht wütend, wenn ganz normale Mitmenschen behaupten, diesen Zustand als ihr eigenes Lebensgefühl entdeckt zu haben; denn diese echte Freiheit wurde jahrtausendelang als elitärer Schwierigkeitsgrad definiert, der den Leistungsdruck und die Bereitschaft zum finanziellen Einsatz so sehr erhöht, dass man nicht hören möchte, dass dieser ganze Einsatz umsonst und unnötig sei, weil nicht nur Heilige, Gurus und Hollywoodstars (siehe Jim Carrey) darüber verfügen, sondern jeder von uns, der sich traut, sich über die Befehle seines Egos zu amüsieren und sich endlich in das unendlich leere Offene zurückzulehnen... Wir machen es uns auf der neuen Facebookseite "Transspiritualität als konzeptfreie Bewegung ohne Egos und deren Gurus" quasi bequem und genießen den Zustand gemeinsam als etwas völlig normales, natürliches. Wir sind KEINE erleuchteten Gurus, die sich selber toll finden. Wir sind dieselben Arschlöcher wie Du (nur der koreanische Diktator hat KEIN Arschloch, weil er heilig ist, siehe der Kinofilm "Das Interview"). In diesem Zusammenhang möchte ich nochmal auf eine Textstelle der LDL hinweisen, wo wir das beschrieben haben, wie die Gurus mit ihren persönlichen Lieblingswörtern um sich werfen und gegenseitig übertrumpfen wollen. Keine Comedyshow könnte witziger sein!!! Auszug aus dem 4.Manifest SYNONYMSATORI: "...die idealistischen Begriffe Ego, Selbst, Seele, Gott, Geist, Tao, Kern, Mitte, Zentrum, Freiheit, Frieden, Transzendenz, Unsterblichkeit, Urgrund, Stille, Leere, Licht, Liebe, Energie, Quelle, Essenz, Kraft, Einheit, Nondualität, Nichts, kosmisches Bewusstsein, reines Bewusstsein, Buddhanatur, wahre Natur, das Absolute etc pp letztlich alles Synonyme desselben metaphysischen Wunschdenkens..."


HAT MEIN "ICH" EIN SPIRITUELLES (dualistisches) ODER EIN TRANSSPIRITUELLES (nonduales) LEBENSGEFÜHL? PRÜF DEINEN TATSÄCHLICHEN ZUSTAND JETZT! "Lande nirgendwo!" (Zitat von Sri Poonjaji) ist ein typischer versteckter Ego-Imperativ, wodurch seine Scheinparadoxie entsteht, denn grammatisch fühlt sich das Ego dadurch gleichzeitig angesprochen und trotzdem sabotiert, da es nicht landen dürfen soll. Das Ego kontert dementsprechend - entweder, indem es sich auflösen will, um die Paradoxie zu überwinden und das "Nirgendwo" zu finden (in der Hoffnung, das wäre die gesuchte Erleuchtung oder führe zum sogenannten Erwachen), oder wehrt sich gegen den imperativen Befehl mit der logischen Kehrseite: "ich lande überall!". Beides, Nirgendwo und Überall, sind allerdings nur Chimären des Egos selbst, das sich den wahren Zustand OHNE SICH gar nicht vorstellen kann - und auch nicht braucht! Die spirituelle Kampfsportart der Ego-Imperative erzeugt nur bei "spirituellen Suchern" einen Leistungsdruck mit Zielvorstellung, der dem Portemonnaie des Gurus zugute kommt. Ein egofreier Mensch, dessen ehemalige Suche im Flimmern der heiligen Fatamorgana längst ad absurdum geführt wurde, hat solche scheinparadoxen Probleme überhaupt nicht: sein Identitätsgefühl ist eins mit jedem Landeplatz, auf dem er JETZT GERADE landet, und zugleich hat er gar kein Identitätsbedürfnis, sondern lebt in einem Dauerschwebezustand des ständigen Landens und Abhebens. Die Trennung zwischen "Urruhe" (als göttliches IchBin im Zentrum des Orkans) und "ewigem Wandel" (als Illusion/Traum) hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, weder sind die Dinge nur "Erscheinung" (=degradiert zur Matrix) noch gibt es für solch einen Mensch eine höhere (absolute) Wahrheit "hinter den Dingen" (=überhöht zu Gott): die ehemals dualistisch projizierte Essenz (das ominöse DAS) ist jetzt identisch mit allen "Symptomen" des Seins (Anspielung auf ein Zitat von Alan Watts über Douglas Harding). Dieses neue Lebensgefühl von "ALLES IST IDENTISCH!" (Nullyoga-Zitat) ist die Folge des Egoverlustes und der damit verbundenen 100%igen Ankunft im absolut Konkreten. Der ganze Guru-Zirkus um das Ego dient nicht seiner Auflösung und Überwindung sondern triggert das Ego selbst permanent zu Höchstleistungen in diversen spirituellen Kampfsportarten an, ohne dass der Schüler das überhaupt so bemerkt; denn er glaubt, sein Ego aktiv töten zu können, wenn er sich nur anständig bemüht und den richtigen Befehl ausübt. Das neue, transspirituelle Lebensgefühl ohne Ego ist KEIN elitärer Ausnahmezustand von Olympiadengewinnern, sondern der natürliche Urzustand, in dem sich jedes Wesen, ja jede Zelle, jedes Atom, jede Schwingung sowieso befindet. DAS GANZE UNIVERSUM IST EGOLOS! Nur der "zu viel" denkende Mensch schaut in den Spiegel und zieht seltsame Geistergesichter anstatt die sich offenbarende Leere (buddhistisch: Wesenlosigkeit) von innen zu spüren (Anspielung auf Jed McKenna) und alles zu sein, was JETZT IST...


Ein Katholik ist z.B. Dualist (Welt/Gott), während Advaitisten gerne behaupten, Nondualisten zu sein, was selten stimmt: sie trennen die Wirklichkeit auch auf in Illusion, Traum, Matrix einerseits (Materialismus) und Reines Bewusstsein, Quelle, Essenz, das DAS etc pp andererseits (Metaphysik). Nur wenige kennen wirklich die Wahrnehmung, die von Douglas Harding als "kopflos" beschrieben wurde, und die gerne als Folge von Egoverlust (gemeint ist nicht das natürliche Ichgefühl, sondern die Fiktion bzw das Konstrukt einer sinnesunabhängigen Seele) bezeichnet wird. Die meisten Gurus, Satsanglehrer und Bewusstseinscoachs sind insgeheim Dualisten, aber BILDEN SICH SELBER NONDUALITÄT EIN: das Hirngespinst des Einsseins ist weit verbreitet und verteidigt sein esoterisches Konzept meist erst brutal dogmatisch, wenn es als verkappter Dualismus auffliegt. Denn Gurus benötigen meist selber ihren Aberglauben an ihr Pseudoeinssein anstatt zu bemerken, dass es nur ihr fettes Ego ist, das da randvoll angefüllt wurde mit Leere-Theorie anstatt wirklich leer und verpufft zu sein. Kein egofreier Zenmeister kann seinen Schülern logisch erklären, wie sich der Zustand anfühlt - und kein Schüler kann sein Ego durch logisches Denken loswerden. Solange die gesamte Wahrnehmung immer direkt ans Ego gekoppelt bleibt, hat das Bewusstsein gar keine Chance, sich selber als grenzenlose Aufmerksamkeit zu entdecken! Daher das Totmeditieren und das Gefühl, Gefangener seiner selbst zu sein. Erst wenn dieses "Selbst" als Fatamorgana verschwindet, öffnet sich automatisch der Blick ins unendliche Nichtsein der ganzen Realität, die zugleich in ihrem Nichtsein als absolut wahr erkannt wird, da es NICHTS WAHRERES "DAHINTER" GIBT. Das große Gelächter des Erlösten beginnt hier und breitet sich wie ein Virus aus! Überall grinsen Dir Buddhas entgegen, die in dieser besitzlosen Freiheit angekommen sind, während Dein Ego sich noch bemüht, diese Leere zu besitzen, und Dich zum Guru eines Konzeptes macht: "Kauft die Leere bei mir, Leute, ich habe die wahre Leere im Sonderangebot! Bei mir bist Du schön, äh, nein: LEER, Du armseliger einsamer Idiot, los, unterschreib, zwei Wochen Retreat, garantiert mit einer Affäre und vielen neuen Freunden, die Deinen Büroalltag danach erträglicher machen, denn Ihr werdet eine Familie sein mit demselben Glaubenssystem, das da heisst: "WIR KENNEN DIE LEERE!" (was für ein Zirkus!!!)


Wer den Zustand der Egolosigkeit nicht kennt, glaubt gerne fälschlicherweise, es gliche der Demenz, weil er den Unterschied zwischen der bewussten Wahrnehmung als "erwachtes" Individuum (alle Sinneseindrücke, die sich als Ich bezeichnen) und dem esoterischen Aberglauben an einen "Denker hinter den Gedanken" (Zitat Alan Watts) nicht kennt. Warum und inwiefern ein "erleuchtetes" Wesen das Wort "Ich" trotzdem noch benutzen kann, obwohl das Ego verschwand, kann paradox wirken, solange der feine Unterschied nicht erfahren wird. Auch die LDL versucht relativ hilflos, sich durch die zufälligen Konversationen mit Facebookfreunden zu blöden Spirisprüchen inspirieren zu lassen, die dieses seltsame, faszinierende Bewusstseinsphänomen irgendwie verständlich beschreiben. Das kann sogar zu pseudopoetischen Stilblüten führen. Aber vielleicht sind sie gar nicht so doof? Wie würdest Du Deinen Wechsel vom Ego ins Egolose beschreiben, ohne dass es so wirkt, als würde ganz im Gegenteil ein besonders großes Guru-Ego von seiner eingebildeten, aufgeblasenen Losigkeit sprechen? Sich hohl, leer und unendlich zu fühlen ist von innen betrachtet viel leichter als es nach außen zu kommunizieren? Vorallem wenn man nicht so peinlich oberlehrerhaft wie ein Guru wirken möchte, der ohnedies wie eine Karikatur der Freiheit wirkt - und oft auch optisch so aussieht wie eine Realsatire? Hast Du schon einen langen Bart? Oder als Frau eine Glatze? Siehst Du aus wie ein Heiliger? Wie eine Zenmeisterin aus alten Zeiten? Schmückst Du Dich mit esoterischem Krimskram, der wie ein Karnevalskostüm wirkt? Lebst Du auf Lanzarote oder am Strand von Goa? Betreibst Du ein Retreatzentrum mit schönem Holzboden und Buddhastatue? Macht Deine Peergroup meditative Übungen und zelebriert die Stille? Psssst RUHE DU ARSCHLOCH ICH HABE 500 MÄUSE FÜR DIESEN WORKSHOP BEZAHLT UND DU VERSAUST MIR DIE GANZE ATMOSPHÄRE! WIE SOLL ICH MICH DENN KONZENTRIEREN, WENN DU DAUERND SO KEUCHST, STÖHNST UND BLÖDE FRAGEN STELLST? ICH WILL HEUTE ENDLICH MEIN EGO WEGMEDITIEREN UND DU STÖRST MICH DABEI!


Wer die Wirklichkeit selber egofrei ALS ABSOLUT erfährt, formuliert seine Wahrnehmung automatisch nicht mehr dualistisch, weil da kein Ego mehr ist, das abstrakte Objekte aus den Empfindungen macht. Während ein Ego noch von "der" Leere oder "dem" Nichts redet, sind die Aussagen des Egolosen sehr konkret bzw wie Nietzsche es sagte: "hart an den Dingen". Daher sage ich z.B. DAS GRAS IST GRÜN und meine damit nicht nur, dass der Halm eine bestimmte Farbe hat sondern ich drücke damit meine Empfindung für die ABSOLUTHEIT DES GRASHALMS aus, der nicht "eigentlich" leer oder unendlich oder göttlich sei (alles pseudononduales Geschwätz!), sondern dessen absolute Existenz darin besteht, nicht mehr als DER GRÜNE GRASHALM zu sein. Das ist so tiefgreifend und trivial zugleich, dass es von "scheinbaren" Egos nicht nachvollzogen werden kann, weil sie immer alles dualistisch interpretieren, solange sie sich als getrenntes Subjekt empfinden, das ihnen "gegenüber" Objekte wahrnimmt. Wo kein Subjekt ist, sind auch keine Objekte, sondern das unermessliche Sein, das in genau diesem Moment an genau dieser Stelle des Universums GRÜN IST. Grün ist daher keine relative Eigenschaft eines relativen Grashalms, sondern das gesamte Phänomen GRÜNER GRASHALM ist selber hier und jetzt für diesen einzigartigen Augenblick absolut, essenziell, existenziell. DAS SEIN IST HIER UND JETZT GRÜN UND HAT DIE FORM EINES GRASHALMS. Essenzielleres suchen nur Egos, die das Grün des Grases als "vergängliche Erscheinung" erleben (weil sie es nicht IM TOTALEN JETZT erleben sondern auf einen bereits vergangenen sinnlichen Eindruck reduzieren) und dem Grashalm etwas NOCH ABSOLUTERES anheften wollen wie ein "unvergängliches" Etikett oder Gütesiegel. Aber nein, der Grashalm IST die mystische Erfahrung. Das Grün IST absolutes Sein jenseits aller Konzepte. Wenn Du das spürst, gibt es kein Ego mehr in Dir, sondern nur noch BEWUSSTHEIT über die unendliche Anwesenheit, die Tatsächlichkeit des gesamten Seins in Form all seiner Details. Deine Wahrnehmung schaut an ihrem Körper herab und staunt: Haut! Haare! Beine! Das alles wird wie das grüne Gras empfunden. Diese egolose Bewusstheit fragt nicht nach einer Bewusstseinszentrale "hinter" der Bewusstheit, einem "Wer", das da an "sich" herunterschaut. Es sind nur DIE AUGEN, die schauen! Kein "Geist" hinter den Augen, der sagen könnte, "ich schaue durch meine Augen hindurch", sondern die Bewusstheit der Augen selbst - genau wie die Bewusstheit des Denkens und der Finger, die diese Gedanken jetzt gerade notieren. Die Bewusstheit der Augen ist randvoll gefüllt mit der unendlichen Existenz in all ihren Farben. Die Bewusstheit IST dort als grüner Grashalm, IST dort als Hosenbein, IST dort als Magenknurren! Nirgends ein externer Gott, der alles göttlicher machen würde als es sowieso ist. Die Wiese ist einfach nur gottlos göttlich grün. Da ist niemand mehr da, der sich vor etwas verneigen könnte. Der Grashalm neigt sich nur selber im Wind und "ich bin" DORT, wo das geschieht. ICH BIN genau dieses Geschehen. DER WIND WEHT. Hörst Du es? Spürst Du es? Das bist Du! Das IST das SEIN... 


Hier ein typischer Denkfehler von Spaltspiris, deren natürliches Ichgefühl noch nicht unendlich ist: das dualisierende Ego erfindet ein NICHTS JENSEITS DER UNENDLICHKEIT, wodurch die Unendlichkeit als etwas Begrenztes vorgestellt wird, das quasi von einem Nichts umgeben wird. Dieses sogenannte Nichts muss natürlich auch "irgendwo" sein, weshalb es dann wahrscheinlich in Gott ruht. Und Gott? Der ist dann endlich auf sagenhafte Weise unendlich und braucht keine Begrenzung, um durch etwas anderes definiert zu werden, oder? Der ganze inflationäre Mindfuck von unerwachten Suchern ist das alte Spiel der Schildkröten, die auf Schildkröten stehen. Eine letzte Schildkröte, die auf NICHTS steht, sondern im Bodenlosen schwebt, kann es für das dualistische Denken nicht geben, da jede Bodenlosigkeit BEGRENZT gedacht wird und daher auch einen Rahmen benötigt, in dem sie "stattfindet". Das Ego inflationiert einfach bis in alle Ewigkeit anstatt seine eigene Unendlichkeit zu bemerken und dadurch identisch mit dem Nichts zu sein, das alles IST, WEIL alles unendlich ist. Denksport für Spirituelle, den ein transspirituell Erwachter überwunden hat und nur noch müde lächelt. Das echte unendliche Leben hat begonnen.


R.I.P. (Restless In Paradise) - Wenn sich der Kämpfer in Wohlgefallen auflöst, gibt es keinen mehr, der das Kämpfen AUFHÖREN kann. Egobefehle wie "Hör auf zu kämpfen" suggerieren, der AUFHÖRER sei jemand anderes als der KÄMPFER. Der Kämpfer kann aber nie aufhören, weil er zum Kämpfen gemacht ist, während er davon träumt, ein Aufhörer zu werden. Diesen Irrtum haben bereits viele Meister herausgearbeitet. Versuche als Guru, Lehrer oder Coach, die Grammatik von Egobefehlen derart zu modifizieren, daß sie die Illusion von BEIDEM - Kämpfen UND Aufhören - egofrei aufzeigen. Dann wirst Du garantiert viele romantisch-sehnsüchtige Anhänger verlieren, aber denen, die "auf dem Sprung" zum Erwachen sind, ihren letzten Arschtritt verpassen... WER kämpft, träumt vom Frieden. WER träumt, muss kämpfen. Wenn das Leben erwacht, entpuppt sich die Sehnsucht nach Frieden als ebensolch ein Blöff wie der Kampf. Da ist niemand zum Kämpfen außer der, der Frieden will: der Träumer erfindet die Idee von "Frieden", aber in Wahrheit ruht das Ego sowieso im ewigen Frieden: beides ist nur Esofake. Die spirituelle Hirnwäsche durch Weisheitslehren führt dazu, dass Gurus NICHTS FÜHLEN UND BEWERTEN dürfen, ohne dass ihnen ein aufgeblasenes Ego unterstellt wird. In echt ist es genau umgekehrt: erst der Erwachte KANN überhaupt ALLES fühlen und bewerten, weil ihn kein Ego daran moralisch hindert, die verrücktesten Gefühle und radikalsten Bewertungen zuzulassen! Ein wahrer Meister übernimmt menschlich sensibel VERANTWORTUNG für all seine Taten und Äußerungen, weil er die Freiheit hat, sich auch dagegen zu entscheiden. Das klingt ziemlich unerleuchtet für Esoteriker, die daran glauben, NIEMAND zu sein. Aber genau dieser aufgeblasene Niemand verhindert permanent, dass die ausgelutschten Pfade der kaputten Routine verlassen werden, weil er sich seine radikale Wahrnehmung der ganzen Welt durch ein idiotisches "Om" wegmeditiert hat und sich nicht traut, FALSCHES UND SCHLECHTES als falsch und schlecht zu bezeichnen. In seiner hypnotischen Scheinsubjektivität wird alles so relativiert, dass die eigentliche Absolutheit eines jeden Atoms nicht mehr gesehen, geschweige denn empfunden wird. Gleichmacherei führt zu Gleichgültigkeit bei den Oneness-Fanatikern, die den esoterischen Dogmen treu bleiben wie Hitlers Schergen! Aber kein Zenmeister würde vergifteten Reis essen, nur weil alles egal ist, weil kein Ego mehr da ist, das dem Reis die Etikette "Gift" verpasst. Es geht nicht um Etiketten. Es geht um die Wirkung der giftigen Substanzen im Reis und die NATÜRLICHE FÄHIGKEIT, ihn nicht essen zu wollen. Dieses "Wollen" ist ein bewusster Reflex der Verweigerung des Magens aus Selbstschutz des Organs. Ohne Ego ist jeder Organismus ein Haufen Organe, die das LEBEN GANZ PUR UND DIREKT SPÜREN. Das Bewusstsein ist die Empfangszentrale für all diese natürlichen Reflexe. Und genau so wie der Magen kein Gift frisst, verweigert das Hirn auch vergiftete Gedanken. Daher kann es die Sprache auf esoterischen Müll prüfen und Egobefehle als solche erkennen und verweigern. Das Hirn des Erwachten bleibt lieber komplett sprachlos, bis sich ein gesunder Gedanke in gesunder Wortwahl ausdrückt. Wer diese Unterscheidung von Wörtern und Formulierungen nicht erkennt, weil er selber noch von der Sprache kontrolliert wird, der muss solch einen Guru als fanatisch empfinden, verrückt und besessen. Und ja: ein erwachtes Bewusstsein ist wirklich das wildeste, freieste und fanatischste Organ, das dem Mensch wachsen kann! Fanatisch in seiner Fähigkeit, JA UND NEIN zu sagen anstatt entweder nur angepasster Jasager oder nur rebellierender Neinsager zu sein. Nur aus solch einem verrückten, wilden Freigeist kann Nullyoga entstehen und ein überflüssiges Buch wie Nulltherapie geschrieben werden. Wer lieber Yoga und Therapie macht, soll das ruhig tun, aber er geht uns nichts an. Dein Leistungsdruck ist die Angst des Egos, nicht anzukommen. Dein Ego braucht all die Befehle, um sich zu beruhigen, auf dem richtigen Weg zu sein. Es glaubt an ein Ziel am Ende des Weges und sieht nicht, wie es im endlosen Kreis läuft, dessen Mitte so leer ist, dass sogar der Kreis nur ein feuriger Punkt ist, auf dem das Ego wie auf heißen Kohlen tanzt. Alles verglüht letztlich in dieser Flamme der Fatamorgana. Und aus der Asche erhebt sich das strahlende Grinsen des Jokers: austherapiert, ausmeditiert, ausgetanzt. Hier beginnt das wahre Leben. Keine Ausrede mehr. ALLES PASSIERT JETZT IN ECHTZEIT. DAS GANZE FUCKING UNIVERSE HAPPENS!



2012 hatte die neue Satsang-Bewegung ihren Zenit bereits überschritten. Aus Satsang wurde allmählich Satire, aus Erleuchtung wurde Erschöpfung: das spirituelle Burn-out machte sich breit. Umso leichter wurde es, sich in einen Guru zu verwandeln und Geld mit dem NICHTS zu verdienen...